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Die TUHH wächst weiter: Richtfest TUHH-Zentrum für Studium und Promotion

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) feierte am 23. Januar auf ihrem Campus das Richtfest für das Zentrum für Studium und Promotion (ZSP). Der dreigeschossige Rohbau mit insgesamt 1.936 m² Bruttogeschossfläche (BGF) ist nun fertiggestellt. In ihm finden zukünftig studentische Lernräume, die Graduiertenakademie sowie das TUHH-Exzellenzkolleg einen Platz. Darüber hinaus wird eine Cafeteria eingerichtet. Realisiert wird der Neubau durch die Sprinkenhof GmbH im Auftrag der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Im neuen ZSP finden die Studierenden und Promovierenden der TUHH über alle Fächergrenzen hinweg ideale Lern- und Arbeitsbedingungen vor. Gemeinsam mit der Graduiertenakademie und dem Exzellenzkolleg entsteht hier im wahrsten Sinne mehr Raum für eine optimale Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit dem ZSP geht die TUHH einen weiteren Schritt im Zuge ihrer Wachstumsoffensive – und wird künftig noch mehr wichtige Impulse zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen wie Klimaschutz oder Digitalisierung setzen. Das bedeutet einen enormen Gewinn für uns alle.“

Prof. Dr. Ed Brinksma, Präsident der Technischen Universität Hamburg (TUHH): „Mit dem Neubau des ZSP setzen wir die Wachstumspläne der TUHH weiter um. Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Lehre und Forschung der TUHH ein. Ich freue mich, dass mit dem ZSP eine zentrale Anlaufstelle entsteht, in der die TUHH-Angebote gebündelt werden.“

Visualisierung des neuen, fertiggestellten ZSP-Gebäude auf dem TUHH-Campus.
Visualisierung des neuen, fertiggestellten ZSP-Gebäude auf dem TUHH-Campus. Foto: TUHH

Martin Görge, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Bereits 2012 haben wir bei der Sanierung der Kaserne und dem Neubau des zentralen Hauptgebäudes erfolgreich mit der BWFG und der TUHH zusammengearbeitet. Nun freue ich mich über die fristgerechte Fertigstellung des ZSP-Rohbaus, mit dem wir das bestehende Gebäudeensemble auf dem TUHH-Campus räumlich erweitern und optisch ergänzen.“

Hintergrund für den Bau des ZSP ist der erhöhte Flächenbedarf der TUHH für Lehr- und Lernräume. Mit dem ZSP werden die Arbeitsmöglichkeiten der rund 7.800 Studierenden optimiert und die Bedingungen für die Promotionsförderung verbessert. So entstehen auf drei Geschossen hauptsächlich Räume für studentische Arbeitsgruppen, Juniorprofessorinnen und -professoren, Büroräume sowie ein Promotionsprüfungsraum für 70 Personen. Außerdem wird der Neubau zusätzlich eine Cafeteria beinhalten. Und auch die Forschung findet im ZSP einen Platz: Auf dem begrünten Flachdach sind Versuchsaufbauten des TUHH-Instituts für Wasserbau vorgesehen. Hier wird die Retentionsfähigkeit von Regenwasser bei unterschiedlichen Gründachaufbauten untersucht.

Joseph Rüffert, AStA-Vorsitzender TUHH: „Ein seit 2011 andauernder Prozess der Planung des Zentrums für Studium und Promotion geht zu Ende. Wir freuen uns auf neue Büroräume, Mehrzweckräume, einen Kunstraum, einen Funkraum und neue studentische Flächen.“

Die TUHH misst der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses einen hohen Stellenwert bei. Sie hat hierfür bereits 2013 mit der Graduiertenakademie für Technologie und Innovation als erste Hamburger Universität eine zentrale Dacheinrichtung geschaffen. Im Fokus stehen Workshops und Seminare zur Entwicklung wissenschafts- und berufsrelevanter Kompetenzen sowie Angebote zur individuellen Karriereplanung. Ergänzend fördern Netzwerkveranstaltungen den fächerübergreifenden Austausch. Die Graduiertenakademie erhält mit dem ZSP erstmals eine integrative Anlauf- und Begegnungsstelle auf dem Campus. Ebenfalls ins ZSP zieht das TUHH-Exzellenzkolleg, das als Instrument der Wissenschaftsförderung fungiert.

Die Sprinkenhof GmbH als Realisierungsträger des Neubaus hat bereits den Umbau und Erweiterungsbau der ehemaligen Schwarzenbergkaserne zum heutigen Präsidium und Verwaltungsbau der TUHH erfolgreich umgesetzt. Als zentrale gewerbliche Immobiliengesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gibt die Sprinkenhof der Stadt durch die Neubau- und Sanierungsprojekte ein Gesicht und baut als Investorin und Realisierungsträgerin für die Zukunft Hamburgs.

Quelle: TUHH

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Studententimmer in Hamburg – für 900 Euro im Monat?

Harburgs Bezirkspolitik waren Zimmer für Studierende in Aussicht gestellt worden. Für wen die Wohnungen tatsächlich gedacht sind.

Hamburg.  Wenn im Oktober das Wintersemester an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) beginnt, werden etwa 1400 Erstsemester und 300 Masterstudenten neu an die Hochschule kommen. Erfahrungsgemäß braucht ein Fünftel von ihnen eine Unterkunft. Das bedeutet 350 Zimmersuchende auf einen Schlag in einer Stadt, in der Wohnraum ohnehin schon knapp ist.

Wer dem Bezirk Harburg anbietet, Studentenwohnungen zu bauen, darf deshalb mit einigem Entgegenkommen rechnen. Ganz offensichtlich nutzen Investoren das aus. Die markanten Gebäude an der Knoopstraße, in denen einst die Deutsche Wohnungsbaugesellschaft und später Beamte des Bezirksamts ihr Büro hatten, wurden zum Beispiel einem Investor anhand gegeben, der versprach, dort mindestens 100 Studentenwohnungen zu bauen.

Mietpreise von mindestens 900 Euro im Monat

Kleinstwohnungen wurden dort auch gebaut und möbliert. Nur scheinen Studenten – vorsichtig ausgedrückt – nicht die Kernzielgruppe der „HUB-Apartments GmbH zu sein.“ Mietpreise von mindestens 900 Euro im Monat sprechen deutlich dagegen.

Auf der Webseite der „Hub-Apartments“ werden auch gar keine Studentenwohnungen angeboten: „Egal ob ein Wochenendtrip nach Hamburg oder deine Dienstreise – wir freuen uns auf dich!“, heißt es dort. In den folgenden Zeilen wird geschildert, wie schnell man von der Knoopstraße aus Messe und Elbphilharmonie erreichen kann.

Noch etwas später wird die Kultur- und Gastroszene Harburgs gepriesen. Von Hochschulen kein Wort, dabei wäre die fußläufige Erreichbarkeit der TUHH eigentlich durchaus erwähnenswert, wollte man tatsächlich an Studenten vermieten.

Apartment mit 18 Quadratmetern für 30 Euro pro Nacht

Das Wort „Vermietung“ fehlt ebenfalls auf der Homepage. Buchen kann man die möblierten Mikroapartments allerdings sehr wohl. Ein Anruf unter der dort angegebenen Telefonnummer wird von einer Hub-Apartments-Mitarbeiterin angenommen.

Die Frage nach einer Studentenwohnung für drei Jahre ab Oktober beantwortet sie prompt mit: „Wir hätten da ein Studio-Apartment mit 18 Quadratmetern für 30 Euro pro Nacht.“

Auf den Einwand, dass dies ja 900 Euro im Monat wären, die sich wohl kaum ein gewöhnlicher Student leisten könnte, entgegnet die Hub-Mitarbeiterin: „Doch, bei uns wohnen auch Studenten.“

Eine Bitte um eine offizielle Stellungnahme an das Unternehmen blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

AStA-Vertreter spricht von Wucher

Joseph Rüffert, vom Studierendenausschuss der TUHH, ist befremdet über die geforderte Miete. „Die Wohnpauschale im BAföG-Höchstsatz beträgt 325 Euro“, sagt er. „Fast das dreifache zu verlangen, grenzt schon an Wucher!“

Im Jahr 2018 waren drei Wochen nach Semesterbeginn immer noch 120 Studierende der TUHH auf Zimmersuche. „Die haben zum Teil in Hostels logiert“, sagt Rüffert. „Und viele Studenten-WGs sind enger zusammengerückt und haben diese Kommilitonen kurzfristig auf Sofas beherbergt.“

„Möglichkeit prüfen, Zwangsgelder zu erheben“

„Im Stadtplanungsausschuss hat man uns das Projekt als Studentenwohnungen verkauft“, erinnert sich Frank Richter (SPD), alter und neuer Vorsitzender des Ausschusses. „Deshalb sollten wir jetzt darauf bestehen, dass diese Apartments auch studentisch genutzt werden können. Das Bezirksamt sollte die Möglichkeit prüfen, Zwangsgelder zu erheben!“

Ob das so erfolgreich sein wird, ist fraglich. Dazu müsste ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Bezirksamt und der HUB Apartment GmbH bestehen, in dem die studentische Nutzungexplizit festgeschrieben ist.

Bezirks-Baudezernent Jörg-Heinrich Penner fürchtet, dass der Umbau der denkmalgeschützten Bürogebäude zu Apartments ohne Vertrag erfolgte. „Wir prüfen das derzeit“, sagt er. „Wir prüfen auch, ob die nächteweise Vermietung nicht einen Beherbergungsbetrieb darstellt. Genehmigt waren Wohnungen.“

Ein Bordell? „Studenten-WG“ mit Spiegeln über den Betten

Die ehemalige Bezirksabgeordnete Isabel Wiest (Neue Liberale) hatte in der vergangenen Legislatur noch davor gewarnt, zu viele Mikro-Apartments zu genehmigen. Nutzungsbindungen seien oft nur kurz, danach könne man möblierte Apartments frei und ohne Mietbegrenzung vermieten. „Das sind Spekulationsobjekte“ sagt Wiest.

Welche Blüten studentische Wohnungssuche treiben kann, zeigt ein anderes Beispiel: Auf dem Portal „Studenten-WG.de“ wird ein ehemaliges Harburger Wohnungsbordell als möblierte, WG-geeignete Wohnung beworben. Miete für die 76 Quadratmeter: 1600 Euro. Die Bilder zeigen allerdings keine klassischen Studentenzimmer: Es gibt keinen Schreibtisch, über den Betten hängen Spiegel und an der Tür sieht man ein Schild: „Kondompflicht!“

Quelle: Hamburger Abendblatt Lars Hansen

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Technische Universität Hamburg erhält ein neues Gebäude

Das neue Gebäude soll Studierenden bessere Arbeitsbedingungen bieten und zusätzliche Lernräume schaffen.

Hamburg. Auf dem Campus der Technischen Universität Hamburg (TUHH) auf dem Schwarzenberg entsteht ein neues Gebäude: Am Montag feierten die TUHH und als Bauherr die Sprinkenhof GmbH die Grundsteinlegung des Zentrums für Studium und Promotion. Das dreistöckige Gebäude wird auf 1600 Quadratmetern den Studenten zusätzliche Lernräume, dazu Räumlichkeiten für Juniorprofessuren, Büroräume und einen Promotionsprüfungsraum für 70 Personen bieten. Für Pausen und gemeinsame Besprechungen ist eine Cafeteria eingeplant.

„Das Zentrum für Studium und Promotion ist wichtiger Bestandteil des Wachstumskonzepts der TU Hamburg. Es bietet mehr Platz und beste Bedingungen für Studierende und Promovierende zum Lernen, für Gruppenarbeit und für interdisziplinäre Projekte“, lobte Eva Gümbel, Staatsrätin der Wissenschaftsbehörde, den Neubau. Tatsächlich sind die Planungen des Gebäudes deutlich älter als das im Januar 2018 beschlossene Wachstumskonzept des Senats. Seit 2011 sei das neue Gebäude in der Planung, das TU-Studenten mehr Räumlichkeiten zum Arbeiten schaffen soll, betonte Joseph Rüffert vom AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Technischen Universität.

Die alte Baracke wurde abgerissen

Zuvor stand dort, direkt neben dem heutigen TU-Hauptgebäude, eine alte Baracke, die Studenten Platz zum Lernen und einen Treffpunkt bot. Doch das Gebäude war baufällig und mit Schadstoffen belastet, so dass es abgerissen wurde. Seitdem habe es viel zu wenige studentische Flächen gegeben, sagte Rüffert: „An der TUHH hat heute ein Student einen Quadratmeter Lernfläche. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und fordere zwei Quadratmeter.“ Die Studenten freuten sich auf die neuen Büro- und Mehrzweckräume, so Rüffert. Er hoffe, dass auch bei der deutlich größeren TU-Erweiterung im Hamburg Innovation Port (HIP) im Binnenhafen studentische Flächen eingeplant werden.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sei für jede Universität wichtig, sagte TU-Präsident Ed Brinksma, sie habe einen „zentralen Stellenwert in Lehre und Forschung der TUHH“. Zusätzlich werde im Neubau ein Exzellenzkolleg (mehrere kleine Arbeitsteams meist aus je einem Juniorprofessor und wissenschaftlichen Mitarbeiter) des Zentrums für Forschung und Innovation einziehen. Auch auf dem flachen Gründach wird künftig geforscht: Dort will das Institut für Wasserbau messen, wie stark begrünte Dächer Regenwasser zurückhalten können.

2020 ist die Fertigstellung geplant

Architektonisch lehnt sich das Backsteingebäude an die Gestaltung des neben ihm stehenden TU-Hauptgebäudes an, mit bodentiefen Fenstern und einer Glasfassade in der Gebäudemitte. „Als ich vor vier Jahren zur Sprinkenhof kam, da gab es das Projekt schon. Nun wird endlich gebaut“, freute sich Martin Görge, Geschäftsführer der Sprinkenhof GmbH. Trotz der langen Vorlaufzeit werde der Kostenrahmen voraussichtlich eingehalten, so Görge. Im Dezember 2020 solle das Gebäude an die TUHH übergeben werden.

Quelle: Hamburger Abendblatt ( hi)